Arbeit im Vlaamse Rand
Der Vlaamse Rand wächst weiter
Flämisch-Brabant ist der Arbeitsplatzgenerator Flanderns. Das Wachstum des Dienstleistungssektors verlief explosiv: Gut 82 Prozent der Arbeitsplätze sind im Dienstleistungssektor zu finden. Die wirtschaftlichen Rückschläge durch die Schließung der Renaultfabrik in Vilvoorde und der Konkurs der Luftfahrtgesellschaft Sabena aus Zaventem sind inzwischen weitgehend überwunden. Von allen belgischen Provinzen hat die Provinz Flämisch-Brabant die niedrigste Arbeitslosenquote.
Starke Trümpfe
Die Region hat einige wirtschaftliche Trümpfe im Ärmel. Die Nähe zu Brüssel zieht internationale Investoren an. Die Universitätsstadt Leuven stimuliert als Wissenszentrum innovative Spinoff-Unternehmen. Der Flughafen von Zaventem und der Frachtflughafen Brucargo sind starke Magnete: Gut 60 Prozent der Jobs im privaten Sektor stehen schätzungsweise mit dem Flughafen in Zusammenhang. Der Expansion des Flughafens steht allerdings die durch kommerzielle Nachtflüge verursachte Lärmbelästigung im Wege. Deshalb hat die flämische Regierung das START-Projekt lanciert, das dem Flughafen zu einem nachhaltigen Wachstum verhelfen soll.
Niederländisch für den Job
Trotz ihrer starken Trümpfe kämpft die Region mit einer nicht zu vernachlässigenden strukturellen Arbeitslosigkeit. Diese hängt vor allem mit schlechten Niederländischkenntnissen zusammen. Von den Arbeitssuchenden im Vlaamse Rand sind 38,5 Prozent anderssprachig. In der Gruppe der Arbeitssuchenden mit niedrigem Ausbildungsniveau sind es sogar 66 Prozent. Deshalb entwickelt u.a. der Flämische Dienst für Arbeitsvermittlung und Berufsausbildung (VDAB) ein spezifisches Angebot für anderssprachige Arbeitssuchende, im Rahmen dessen sie Niederländischkurse belegen können. Die flämische Regierung hat zudem Niederländischlehrer angeworben, die von Unternehmen eingesetzt werden können. |