Verstädterung und Internationalisierung
Die flämischen Randgemeinden sind in schnellem Tempo verstädtert. Bewohner der Hauptstadt Brüssel wichen in die ruhigen flämischen Dörfer im Rand aus. Und während sich Brüssel zur politischen und Verwaltungshauptstadt Europas entwickelte, ließen sich auch immer mehr ausländische Beamte und Führungskräfte im Vlaamse Rand nieder. Die neuen „Randstädter“ konzentrieren sich weiterhin auf Brüssel: Sie arbeiten in der Hauptstadt, nutzen ihr kulturelles Angebot und suchen hier Entspannung.
Lebensqualität unter Druck.
Die Verstädterung hat der Region auch Wohlstand gebracht und sie offener, internationaler und kosmopolitischer gemacht. Sie hat aber auch Probleme mit sich gebracht. Durch die zunehmende Verstädterung gerät die Lebensqualität im Vlaamse Rand unter Druck. Das Land wurde parzelliert, von Verkehrsadern zerfurcht und zugebaut.
Flämischer Charakter.
Die Internationalisierung hat zu Sprachproblemen geführt, da die flämischen Gemeinden, die ja niederländischsprachig waren, mit einem starken Zustrom von Französisch- und Anderssprachigen aus der Hauptstadt konfrontiert wurden. Hierdurch ist das soziale Gefüge der Dorfgemeinschaften ins Wanken geraten. Die Politik steht vor der Herausforderung, Anderssprachigen die Hand zu reichen und gleichzeitig den flämischen Charakter des Vlaamse Rand zu verstärken. |